ÜBENÜBENÜBEN³

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OPEN CALL

Residenzprogramm für partizipative Kunst in Mönchengladbach

Bis zum 22. Oktober 2026 bewerben!

Die Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft und das städtische Kulturbüro Mönchengladbach fördern mit dem Programm übenübenüben³ partizipative, kontextbezogene, spartenübergreifende Kunst. Verortet ist das künstlerische Praxismentoring auf dem Maria-Lenssen-Areal in Mönchengladbach Rheydt. Im dortigen Wohnheim werden im jährlichen Wechsel zwei Wohn- und Atelierräume partizipativ arbeitenden Künstler*innen aller Sparten zur Verfügung gestellt. Gemeinsam mit der Anwohner*innenschaft sollen die Künstler*innen ein künstlerisches Projekt entwickeln, realisieren und öffentlich präsentieren. Ein zentraler Bestandteil ist die Erprobung und Weiterentwicklung der eigenen partizipativen künstlerischen Praxis im Rahmen eines Mentorings.
Bewerbungen sind als Einzelpersonen oder Tandem, auch interdisziplinär, möglich.

Das Atelierförderprogramm

… hat eine partizipative, interdisziplinäre Ausrichtung.

… bietet Künstler*innen die Möglichkeit, sich auf einen Ort einzulassen, tiefgehende Recherche zu betreiben und sich intensiv dem Üben von künstlerischen partizipativen Prozessen und Projekten zu widmen.

… stellt einen Rahmen, um partizipative und kunstvermittelnde Strategien ortsbezogen zu erproben und weiterzuentwickeln.

… stellt den Teilnehmer*innen im Rahmen eines Praxis-Mentorings erfahrene Künstler*innen zur Seite, die den Prozess fachlich, inhaltlich und organisatorisch begleiten.

… legt einen besonderen Fokus auf den Übergang vom Studium in das Berufsfeld und gibt die Möglichkeit, das eigene professionelle Selbstverständnis zu reflektieren und zu stärken.

… stellt die Teilnehmer*innen als Tandem auf und ermöglicht einen intensiven Austausch sowie Synergien in der Rollenverteilung.

Leistungen

  • sechs Monate Aufenthaltsstipendium
  • kostenlose Wohnung und Atelier inkl. Strom, Heizung und Internet (Bitte beachten: Wohnung und Atelier sind leider nicht barrierefrei.)
  • monatlich 1.500 € (brutto) Lebenskostenzuschuss
  • 5.000 € (brutto) für Material- und Projektkosten pro Tandem
  • künstlerisches Mentoring durch eine erfahrene Künstlerin
  • intensive fachliche, organisatorische und inhaltliche Begleitung durch die Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft und das städtische Kulturbüro Mönchengladbach
  • Öffentlichkeitsarbeit (Entwicklung einer eigenen Kommunikationsstrategie passend zum Projekt)
  • keine Altersbeschränkung

Voraussetzungen

  • Wohnort in Deutschland
  • Abgeschlossenes Studium und/oder Berufserfahrung im Bereich Kunst, Kultur, Gestaltung, Kulturpädagogik, Kulturvermittlung (Bewerber*innen dürfen nicht an einer Hochschule oder Universität eingeschrieben sein und nicht gleichzeitig an einem anderen Programm teilnehmen)
  • Präsenz vor Ort (Residenzpflicht)
  • Bereitschaft, partizipativ und im künstlerischen Team zu arbeiten
  • Bereitschaft am Praxis-Mentoring teilzunehmen
  • Bereitschaft zu üben, Neues zu erproben und sich auf unerwartete Situationen einzulassen
  • Offenheit für Begegnungen vor Ort und für künstlerische Arbeit im öffentlichen Raum mit lokalen Akteur*innen
  • Künstlerisches Interesse an der Konzeption und Durchführung von partizipativen Projekten für eine heterogene Zielgruppe
  • Bewerbungen sind als Einzelperson oder Tandem möglich. Es werden pro Jahr zwei Personen gefördert.

Daten im Überblick

22.10.2026 Bewerbungsschluss

19.11.2026 Vorauswahl durch erste Jurysitzung

02.12.2026 Vor Ort Termin mit Bewerber*innen aus der Vorauswahl (verpflichtend!)

09.12.2026 Finale Auswahl durch Jury

15.12.2026 Bekanntgabe der Teilnehmenden 2026

01.04.2026 Start der Residenzen

30.09.2026 Ende der Residenzen

Bewerbungsunterlagen

  • Kontaktdatenformular
  • Lebenslauf als pdf (max. 1.500 Zeichen inkl. Leerzeichen)
  • Portfolio als pdf (2-3 relevante, ggf. partizipative künstlerische Projekte, max. 20 Seiten)
  • Motivationsschreiben (Video max. 2 Minuten, Ton max. 2 Minuten oder Text max. 1.500 Zeichen inkl. Leerzeichen


cinemamovie

Stadttouren durch Rheydt im Rahmen der Residenz 2026

cinemamovie – Stadttouren durch Rheydt im Rahmen der Residenz 2026

Was haben Ruinen und alte Kinos mit Social Media zu tun? Dieser Frage gingen die Medienkünstler Nis Petersen und Johannes Thimm im Rahmen ihrer Residenz 2026 in Mönchengladbach gemeinsam mit den Teilnehmenden nach.

Am 13. und 20. September 2026 fanden jeweils um 15 Uhr kostenlose Stadttouren durch Rheydt statt. Ausgangspunkt der etwa einstündigen Rundgänge war der Marktplatz in der Nähe von Kirche und Hauptstraße. Gemeinsam erkundeten die Teilnehmenden ehemalige Kinostandorte und beschäftigten sich mit den Verbindungen zwischen der Geschichte der Lichtspielhäuser und unserer heutigen Social-Media-Nutzung. Die Rundgänge boten Gelegenheit zum Austausch und zum gemeinsamen Nachdenken über Medien, städtischen Wandel und gesellschaftliche Begegnungsräume. Die Teilnahme war ohne Anmeldung möglich.

Zu den Künstlern

Nis Petersen und Johannes Thimm arbeiteten zum Zeitpunkt ihrer Residenz bereits seit über sieben Jahren als Medienkünstler zusammen. In ihrer künstlerischen Praxis untersuchten sie, wie narrative, visuelle und elektronische Techniken Wahrnehmung, Wissensproduktion und soziale Wirklichkeiten gestalten. Dabei verknüpften sie künstlerische Produktion mit Vermittlung und erforschten die Schnittstellen von Technologien, Medien und Transformationsprozessen. Künstlerische Forschung und performative Strategien bildeten wesentliche Elemente ihrer Arbeit.

Das Zusammenspiel von Netzwerken, künstlicher Intelligenz, Computern, Robotern und Menschen verstanden sie als Ausgangspunkt, um technische Verwirrung zu erkunden und Zukunftsbilder mitzugestalten. Insbesondere Glitching und Sampling spielten dabei eine zentrale Rolle.

Nis Petersen wurde in Neumünster, Johannes Thimm in Straßburg geboren. Kennengelernt hatten sie sich in Karlsruhe. Für ihre halbjährige Residenz kamen sie nach Mönchengladbach, um gemeinsam künstlerisch zu arbeiten und zu erforschen, welche Formen ein partizipatives Filmprojekt annehmen konnte. Im Mittelpunkt stand die Suche nach einer Grundlage für Austausch und Gemeinschaft.

übenübenüben³ – Ein Kooperationsprojekt für partizipative Kunst

Die Residenz 2026 war Teil des mehrjährigen Förderprogramms „übenübenüben³“, das 2024 in Zusammenarbeit mit der Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft gestartet war. Das Programm förderte partizipativ arbeitende Nachwuchskünstler*innen und bot ihnen Raum für künstlerische Entfaltung im Austausch mit der lokalen Gemeinschaft.


ÜBENÜBENÜBEN³

Residenzprogramm für partizipative Kunst in Mönchengladbach

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Residenz 2026: Nis Petersen & Johannes Thimm

Auf den Open Call zur Residenz 2026 gingen zahlreiche Bewerbungen ein. Das Auswahlverfahren fand im Herbst 2025 statt.

Für den Zeitraum von April bis September 2026 wurden Nis Petersen und Johannes Thimm ausgewählt. Das Künstler-Tandem wird für sechs Monate die Wohn- und Atelierräume im Maria-Lennssen-Wohnheim beziehen.

Hi! Wir sind Nis Petersen und Johannes Thimm und arbeiten über sieben Jahren als Medienkünstler zusammen. Durch einen medienreflexiven Umgang erforschen wir, wie narrative, visuelle und elektronische Techniken Wahrnehmungen, Wissensproduktionen und soziale Wirklichkeiten gestalten.

In unserer künstlerischen Praxis verknüpfen wir produzierende mit vermittelnden Ansätzen und gehen den Schnittstellen von Technologien, Medien und Transformationsprozessen nach. Dabei sind künstlerische Forschung und performative Strategien wesentliche Elemente unserer Vorgehensweise.

Wenn Kabel, unterschiedliche Ein- und Ausgänge, Netzwerke, künstliche Intelligenzen, Adapter, Schnittstellen, Clouds, Computer, Roboter und wir selber zusammenkommen, geht dies häufig mit technischer Verwirrung einher. Wir möchten alle Dimensionen dieser Verwirrung willkommen heißen und in der sich ständig verändernden und schnelllebigen Technosphäre Zukunftsbilder mitgestalten. Dabei sind glitching und sampling zwei Phänomene und Prozesse, die uns sehr am Herzen liegen. <3

Nis Petersen wurden in Neumünster und Johannes Thimm in Straßburg geboren. Kennengelernt haben wir uns in Karlsruhe, jetzt ziehen wir gemeinsam nach Mönchgladbach um. Dort werden wir innerhalb eines halben Jahres gemeinsam künstlerisch produzieren und herausfinden, was ein partizipatives Filmprojekt alles sein kann.

Wir freuen uns auf unsere Zeit in Mönchengladbach und darauf eine Grundlage zu finden, die einen Raum für Austausch und Gemeinschaft zulässt.

Mehr zum Residenzprogramm für partizipative Kunst in Mönchengladbach:

übenübenüben³ – Ein Kooperationsprojekt für partizipative Kunst

In Zusammenarbeit mit der Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft startet 2024 ein Projekt, um partizipativ arbeitende Nachwuchskünstler*innen zu fördern und die lokale Gemeinschaft einzubeziehen. Unter dem Titel „übenübenüben³“ wird ein mehrjähriges Förderprogramm ins Leben gerufen, das junge Künstler*innen unterstützt und ihnen Raum für künstlerische Entfaltung bietet.

Das Programm wird auf dem Maria-Lenssen-Areal in Mönchengladbach Rheydt angesiedelt sein, wo Wohn- und Atelierräume für die Künstler*innen bereitgestellt werden. Hier sollen gemeinsam mit den Bewohner*innen von Mönchengladbach und besonders den Anlieger*innen des Areals künstlerische Projekte vor Ort entwickelt und umgesetzt werden. Ziel des Projekts ist eine praxisorientierte, nachhaltige Nachwuchsförderung und Begleitung von Kunst- und Kulturschaffenden im Bereich partizipativer, kontextbezogener und spartenübergreifender Kunst. Im Rahmen des sozialraumorientierten Stipendiums soll die Stadtgesellschaft mit niederschwelligen und partizipativen Angeboten in künstlerische Projekte eingebunden werden und diese aktiv und nachhaltig mitgestalten. Das Programm setzt somit auf enge Zusammenarbeit zwischen lokalen Communitys und eine Auseinandersetzung mit dem Sozialraum.

Ein Projekt von
Montag Stiftung für Kunst und Gesellschaft
und Kulturbüro Mönchengladbach