GREGOR BONIN
Gregor Bonin
geboren 1960 in Münster
lebt und arbeitet seit 1988 in Mönchengladbach
Ausbildung
1981 – 1988 Studium Architektur / Städtebau RWTH Aachen
1988 – 1990 Stipendium des Landes NRW zur Förderung des wissenschaftlichen und künstlerischen Nachwuchses, Promotion 1992
1990 – 1992 Referendariat
1993 – 2023 Berufliche Tätigkeiten als Stadtplaner in Düsseldorf und Mönchengladbach
1989 – 2005 Künstlerische Zusammenarbeit mit Udo Carmanns unter dem Namen A-Quadrat (Malerei, Rauminstallationen)
seit 2020 Aufnahme künstlerischer Solotätigkeit in neuen Atelierräumen (Malerei, Kleinskulpturen)
Ausstellungen und Auftragsarbeiten (Auswahl)
Galerie Noack, Mönchengladbach
Designstudio Königs
Galerie im Atelier, Köln
Stadtwerke Mönchengladbach
Rathaus Düsseldorf
Kultursommer Wolnzach (plus Katalog)
Kultursommer Korschenbroich
Sehstörungen — Kunst im öffentlichen Raum, Mönchengladbach
NVV AG, Mönchengladbach
SSK Mönchengladbach
Atelierausstellungen (u.a. parc/ours der städtischen c/o-Künstler*inneförderung Mönchendgladbach)
Betonwerke Pötsch, Heinsberg
Kanzlei RA Koch, Mönchengladbach
Die Bilder, für die Gregor Bonin bisher bekannt geworden ist, haben Format – und zwar außergewöhnliches – und Wirkung – und zwar nachweislich. Als verantwortlicher Stadtplaner und Baudezernent hat er in der Landeshauptstadt Düsseldorf und in seiner Heimatstadt Mönchengladbach das Gesamtbild zweier Großstädte neu geordnet. Nach dem Ende seiner Berufszeit hat er nicht etwa auf der Suche nach neuen gestalterischen Aufgaben die Malerei entdeckt. Tatsächlich malt Bonin seit über 30 Jahren, von Beginn an gelistet bei der Künstlerförderung c/o Mönchengladbach. Unter dem Namen „A-Quadrat“ stellte er mit einem Künstlerfreund gelegentlich aus.
In den vergangenen beiden Jahren sind nun Bilder entstanden, die Gregor Bonin im Dialog mit Betrachtern zur Entfaltung kommen lassen will. Mit verschiedenen Drucktechniken, Lacken, Acrylfarben und Wachsmalstiften, aber ohne Pinsel, schafft er dreidimensional wirkende, abstrakte Kompositionen voller wirkmächtiger Farben und Formen, die die Phantasie des Betrachters in bereichernden Schwung versetzen. Auf dem Weg dorthin hat Gregor Bonin, Farben gespachtelt, geschoben, gezogen, „das Papier gequält“, wie er selbst sagt. Welche Formen ergeben sich, scheinbar zufällig? Was ist wert, in einer weiteren Schicht noch mehr Tiefe verliehen zu bekommen? Was regt an, korrespondiert, will gesehen werden? Und an welchem Punkt ist der Prozess des Gestaltens und Verfeinerns zu Ende? Man sieht den Bildern in bestem Sinne diese Suche, diese Ernsthaftigkeit an. In manchem Uneindeutigen und dadurch Klaren meint man eine Reminiszenz an den frühen Gerhard Richter zu entdecken. Anderes wirkt wie William Turners sezierender Blick auf die Struktur von Landschaften. Wie überhaupt die Natur eines der Themen von Gregor Bonin ist: Wo auf den ersten Blick sich Farbe abstrakt anordnet, setzen sich auf den zweiten Seen, Meer, Strand und Bäume in klaren Formen zusammen. Vor allem aber ist Gregor Bonins Handschrift, der Blick auf die Welt, auf Farbe und Form, bei aller Vielschichtigkeit klar und wiederkennbar. In den Titeln, die er seinen Bildern gegeben hat, zeigt sich der Reichtum an Assoziationen, die ankern können, und gelegentlich blitzt dabei auch der Schalk auf: „Die Göttin auf dem Weg nach Hause“ heißt eines der Bilder, „Minotaurus auf dem Vulkan“ ein anderes. Anderes wiederum mag nicht in einer Deutung verdichtet werden und heißt deshalb zum Beispiel schlicht: „Roter Strich mit blauen Köpfen“.
Ralf Jüngermann 2026
Die Beschäftigung mit Form und Farbe, die Komposition, die Häutung, das Gewinnen, die Zerstörung von Motiven, das Kräftemessen einer konstruktiven mit einer kontrollierten Zufälligkeit bilden einen wesentlichen Kern der aktuellen Werke. Der spielerische Umgang mit dem Zufall, den sich überlagernden Schichten und Ebenen stellen das „Schöne“, zugleich etwas Persönliches in den Mittelpunkt.
Imaginäre Räume und farbige Abstraktionen zeigen kein Spiegelbild der Wirklichkeit, vielmehr bieten sie die Möglichkeit, eigenen realen oder träumerischen Interpretationen nachzugeben.
Gregor Bonin 2025
Adresse:
Viersener Straße 301
41063 Mönchengladbach
Telefon:
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