Project Description
ANNETTE VON DER BEY
Annette von der Bey
Ausbildung
| 1990 | Meisterschülerin von Professor Fritz Schwegler |
| 1986-1994 | Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei Professor Tony Cragg, Professor Jan Dibbets und Professor Fritz Schwegler |
| 1984-1986 | Praktikum als künstlerische Assistentin bei Erinna König in Düsseldorf |
| 1984-1987 | Studium der Philosophie und Germanistik an der Universität Düsseldorf |
| 1984 | Abitur in Krefeld |
Stipendien / Studienaufenthalte
1997
Stipendium der Eduard Bargheer-Stiftung, Italienreise
1989-1992
Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes
1992
zweimonatiger Aufenthalt in Brasilien
1991
einjähriger Aufenthalt in Barcelona/Spanien
1988-1989
Stipendium der Friedrich-Ebert-Stiftung
Einzelausstellungen (Auswahl)
2024
„Blütenrausch“, Galerie Palm, Bad Münstereifel
„Mistelzweig & Dornenkranz“, Galerie Palm, Bad Münstereifel
2022
„LOVEPARADE“, Galerie Peter Lethert, Bad Münstereifel
2018
„Gedrängefaktor“, Galerie Peter Lethert, Bad Münstereifel
„Kugelbilder“, Galerie Peter Lethert, Bad Münstereifel
2011
„Die Krone der Schöpfung“, Galerie Peter Lethert, Bad Münstereifel
2010
„Vermessene Zeit“, Kunsthalle Vierseithof, Luckenwalde
2009
„Himmel & Hölle“, Galerie Peter Lethert, Bad Münstereifel
2008
„Vorübergehend geklotzt“, Interfood-Vitrine, Aachen
2004
„Lust und Logik“, Galerie CO10, Düsseldorf
1998
„Turmbauten“, Köllmann modern art, Wiesbaden
1997
„Garage“, Bonn
1996
Kochstraße 60, Unikopie Berlin
1993
„vida e morte“, Studiengalerie der Universität Duisburg
1991
„alles oder nichts?“, Galerie Arndtstraße, Berlin
Gruppenausstellungen (Auswahl)
2025
„WIR ATMEN DIE LUFT DIE WIR ATMEN“, Kunst im Rathaus, Rathaus Abtei, Mönchengladbach
„Die Natur der Kunst“, Bargheer Museum, Hamburg
„KLEINE GROSSE“, Galerie im Atelierhaus E71, Mönchengladbach
2024
c/o-Kino, parc/ours, Galerie im Atelierhaus E71, Mönchengladbach
„COUNTDOWN“, MALKASTEN, Düsseldorf
2023
„25 Jahre c/o“, Galerie im Atelierhaus E71, Mönchengladbach
„Positionen:MG“, X.position mobile, Mönchengladbach
„SALON CHIM?RA“, parc/ours, Atelier Lukas Köllner, Mönchengladbach
„BOTANIK“, MALKASTEN, Düsseldorf
„Das kleine Wunder“, Produzentengalerie plan.d., Düsseldorf
„Das Bauhaus – Künstlerinnen gestern und heute“, Museum Tuch und Technik Neumünster, Neumünster
Gruppenausstellung, Galerie Peter Lethert, Bad Münstereifel, DE
Garten der Lüste, Schmuckgalerie Palm, Bad Münstereifel, DE
2022
Jubiläumsausstellung, Galerie Peter Lethert, Bad Münstereifel
„Das kleine Format Wetter“, MALKASTEN, Düsseldorf
2021
„Langeweile im Paradies“, Frauenmuseum Bonn
Benefizausstellung, Galerie Christian Lethert, Köln
„26. Kunstmesse im Frauenmuseum“, Frauenmuseum Bonn
„TRANSPARENZ“, MALKASTEN, Düsseldorf
2020
„Arglos Gutes“, MALKASTEN, Düsseldorf
2019
„Bauhaus*innen räume 1919-2019“, Frauenmuseum Bonn
„Das kleine Format“, MALKASTEN, Düsseldorf
2018
„Lichterfest“, Galerie CEBRA, Düsseldorf
2017
„into the wild of nature“, Galerie CEBRA, Düsseldorf
„30 Jahre Galerie“, Galerie CEBRA, Düsseldorf[g] galerie at home, Kasia Zorn, Berlin
2016
„Babylon-Wunder,Wahn und Wirklichkeit“, RAR-Galerie, Spijkenisse/NL
„Sammlung Hussong-alle 600 Holzpostkarten“, Schloss Corvey, Höxter
2015[g] galerie at home, Kasia Zorn, Berlin
Galerie Peter Lethert, Bad Münstereifel
2014
„4 artists-4positions“, Galerie Peter Lethert, Bad Münstereifel[g] galerie at home, Kasia Zorn, Berlin
2013
„ANTE GENESIS POST GENESIS“, Galerie Peter Lethert, Bad
Münstereifel (E)
„Werke der Sammlung Haberent“, Kunsthalle Vierseithof, Luckenwalde
2012[g] galerie at home, Kasia Zorn, Berlin
„Schmückende Gefäße“, Galerie CEBRA, Düsseldorf
2011
„Werke der Sammlung Haberent“, Kunsthalle Luckenwalde
„Meeresschmuck“, Atelier Gabriele Klumpp, Köln
2009
Kunstturm, Schwalmtal
2008
„Bedauerliche Zutaten“,St. Fronleichnam, Aachen
„afternoon of a Düsseldorf faun, part two“, Galerie Andreas Brüning, Düsseldorf
“Triptychon”, Citykirche, Mönchengladbach
2002/2003
CP Galerie, Wiesbaden
2002
„airport art“, Airport Gallery, Flughafen Frankfurt am Main
2001/2002
Präsentation der Installation „Turmbau“, Museum Küppersmühle Duisburg
1997
„Objektform“, Wiesbaden
„SüdwestLB Kunstpreis `97“
1996
„Poids lourd“, Rhenania Kunsthaus, Köln
1995
„Freunde“, Jasim Gallery, Düsseldorf
„SüdwestLB Kunstpreis `95“
1994
„Tücher…Fahnen, Flaggen und Standarten“, Studiengalerie der
Universität Duisburg
1991
„Heilig“, Alte Feuerwache, Mannheim
1990
„Treibhaus 5“, Kunstmuseum Düsseldorf
„Jugend formt“, Mathildenhöhe, Darmstadt
1989
„Explosition“, Avignon/F
Bibliografie
- „Mistelzweig & Dornenkranz , Schmuckatelier Palm, 2024, ISBN 978-3-9826781-0-8
- „Garten der Lüste“, Galerie Peter Lethert und Schmuckatelier Palm, 2023, ISBN 978-3-00-077056-2
- 25 Jahre c/o-Künstler*innenförderung-Jubiläumsedition, Stadt Mönchengladbach, Der Oberbürgermeister,
2023, S.36 - „Eine herbstliche Weihnachtsgeschichte“, TrudePi Westpfeil, Wiesengrund Verlag, 2022, ISBN 978-3-
96814-019-3 - „26. Kunstmesse – Künstlerinnen 2021“, Frauenmuseum Bonn, 2021, ISBN 978-3-946430-
32-2, S.156-157, 204 - „Langeweile im Paradies“, Frauenmuseum Bonn, 2021, ISBN 978-3-946430-30-8, S.48-49,
101, 125, 186 - „Curatorial Volume.3“, Capsules Book, Melbourne, 2021, ISBN 978-1-925968-57-6, S.7-8
- „bauhaus*innen räume 1919-2019“, Rationale 4, Frauenmuseum Bonn, 2019, ISBN 978-3-946430-25-4, S. 67,104-105, 127
- „Babylon – Wunder, Wahn und Wirklichkeit“, Bernd und Gisela Rosenheim-Stiftung, 2016, S.28-31, 109
- „Erika Kiffl. Fotografie 1964-2014“, Daniel Marzona, Distanz Verlag, 2014, S.107-109
- „25 Jahre Galerie CEBRA“, 2012, S.8, S.98
- Boesner Kunstbuch, April 2011, S.921-930
- „Annette von der Bey 2008“, Mönchengladbach 2008
- „Annette von der Bey“, 2007
- „22 Wege vom Schwegler wegzukommen“, Helga Meister, Düsseldorf 2001, S. 9, 10
- Unicopie, Kochstraße 60, Berlin 1996
- „Treibhaus 12345“, Erika Kiffl, Kunstmuseum Ehrenhof Düsseldorf 1995, S. 42, 45, 47
- „Südwest LB Druckgrafik Kunstpreis `95“, Südwest LB, Stuttgart 1995, S. 32-33
- „Der Turm von Babel als Thema der Kunst und Architektur des 20. Jahrhunderts“, Antje Senarclens de Grancy, Graz 1993, S.63, 300, 301 und 302, Kat.Nr.6-9
- „vida e morte“, Studiengalerie der Universität Duisburg- Alter Wasserturm- Viersen 1993
- „alles oder nichts?“, Galerie Arndtstraße, Berlin 1991
- „Hausperiden“, Kunstakademie Düsseldorf 1991, S.12-13
- „Heilig“, Intermedia Galerie, Mannheim 1991, S.8-9
- „Turm zu Babel“, Luca Verlag Freren, 1991, S.107, 271
- „Junge Künstler Deutscher Akademien“, Hypo Art, Düsseldorf 1990, S.8
- „Treibhaus 5“, Kunstmuseum Düsseldorf 1990, S.6-15
Annette von der Beys Ölmalereien entführen in fantastische, apokalyptische und von der Natur inspirierte, vor allem aber detailverliebte Bildwelten. Sie laden die Betrachtenden ein, in versunkene Städte, sich auftürmende Häuserberge oder magische und zugleich idyllische Waldlichtungen einzutauchen. Bizarre Fabelwesen und träumerische Bauten erinnern an Hieronymus Boschs „Der Garten der Lüste“ oder Pieter Bruegels „Turmbau zu Babel“ — diese Werke sind jedoch nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Inspirationsspektrum der Künstlerin. In ihren Arbeiten spiegeln sich ihre Faszination für Mythen und Legenden verschiedener, meist vergangener Kulturen sowie deren literarische und künstlerische Überlieferungen wider. Trotz der Einflüsse keltischer, germanischer und griechischer Traditionen bewahren ihre Werke eine zeitlose Relevanz. Von der Beys Bildsprache beruht auf einer Ikonografie, die intuitiv verständlich ist und Assoziationen weckt. Ihre Malereien sprechen unser kollektives Gedächtnis an: Zeichen und Symbole, die uns — bewusst oder unbewusst — vertraut sind, ebenso wie die Sagen und Erzählungen, die ihnen zugrunde liegen.
An Ideen und Inspiration mangelt es Annette von der Bey nicht. „Gedanklich bin ich schon zwanzig Jahre voraus. Ich wache morgens auf und habe tausend neue Ideen.“ Da die feinen Ölmalereien jedoch neben Ideenreichtum auch Geduld in der Ausführung verlangen, muss die Künstlerin Prioritäten setzen. „Ich muss mir gut überlegen, welches Projekt ich als nächstes angehe“, erklärt sie. Manchmal würde sie ihre Arbeit gerne mehr „fließen lassen“.
Fast alle Werke von der Beys sind in umfassenden Werkreihen angelegt. Die serielle Arbeitsweise ermöglicht es ihr, sowohl in kleinen Abschnitten zu arbeiten als auch Projekte unbegrenzt weiterzuführen. Manche Motive erstrecken sich über Hunderte von Leinwänden und entstehen über Jahrzehnte hinweg. Die einzelnen Werke folgen einem ausgeklügelten System — einer Formel, die die Künstlerin eigens entwickelt hat. Die Bildelemente funktionieren als eigenständige Kunstwerke ebenso wie sie sich in unendlichen Kombinationsmöglichkeiten zusammensetzen lassen: Motive werden über Bildkanten hinweg nahtlos fortgeführt, Formen gehen kompositorisch ineinander über oder es entstehen gezielte Brüche. Das Arrangieren gleicht „einem Spiel“, wie von der Bey sagt. „Die Arbeit endet nicht mit dem Rand der Leinwand“, betont sie. Im Gegenteil: Durch die freie Kombination der Elemente kann das Werk an den Wänden entlang wachsen.
Mit den großflächigen Installationen aus Ölgemälden reagiert die Künstlerin präzise auf individuelle Ausstellungssituationen. Exemplarisch dafür steht ihre Werkreihe „Paradies“: Moosbedeckte Äste, sattgrüne Gräser, kleine Frösche und Kröten sowie sprießende Pilze im Waldboden sind zu entdecken. Der Ausblick aus den Fenstern des Ausstellungsraumes ins Grüne agiert als organische Fortsetzung der Naturmotive im Innenraum. Annette von der Beys Herangehensweise lädt die Rezipient*innen dazu ein, ihre Arbeiten — als Zusammenspiel von Ebenen und Ausschnitten — während des Betrachtens gedanklich weiterzuführen und zu vervollständigen.
von Sarah Cüppers
erschienen im c/o-Magazin 04/2025
Annette von der Bey
Tackhütte 81
41238 Mönchengladbach
Website: www.annette-von-der-bey.de
E-Mail: post@annette-von-der-bey.de
Mobil: 01795154130
Instagram:
https://www.instagram.com/avdbey/
Facebook:
https://www.facebook.com/profile.php?id=100002296352582











