Parc/ours – das Wochenende der offenen Ateliers entfällt
Die Veranstaltung parc/ours, das traditionelle Wochenende der offenen Ateliers und anderer Kunststätten in der Stadt, das für den 19. und 20. September geplant war, wird in diesem Jahr entfallen. Grund dafür ist die aktuell geltende Haushaltssperre der Stadt Mönchengladbach, die nach heutigem Stand bis zum 31. Dezember 2026 gilt.
Nach den derzeitigen Vorgaben dürfen für sogenannte freiwillige Leistungen der Kommune keine neuen Ausgaben veranlasst werden. Darunter fallen Leistungen, zu denen keine gesetzliche oder vertragliche Verpflichtung besteht. Die für die Durchführung des parc/ours erforderlichen Ausgaben sind von dieser Regelung betroffen.
Der haushaltsrechtliche Begriff der freiwilligen Leistung trifft keine Aussage über die Bedeutung des parc/ours oder der Kunstschaffenden der Stadt. Die für die Durchführung noch notwendigen Ausgaben fallen jedoch in diesen Bereich und können auf Grund der Haushaltssperre nicht getätigt werden.
„Das Wochenende benötigt eine verlässliche organisatorische und kommunikative Infrastruktur“, so Agnes Jaraczewski, Leiterin des Kulturbüros. Dazu gehören unter anderem Gestaltung und Öffentlichkeitsarbeit, Aushilfen, Führungen und das temporäre Atelier.
Das Kulturbüro hat intensiv geprüft, ob der parc/ours in einer stark reduzierten Form und ohne diese Ausgaben stattfinden könnte. Dann müssten jedoch zentrale Bestandteile der Veranstaltung entfallen, darunter die geplante Öffentlichkeitsarbeit (inkl. Flyer, Plakate und Werbemaßnahmen), die Führungen und das temporäre Atelier, in dem neun der insgesamt 32 am parc/ours 2026 beteiligten Künstler*innen ausstellen sollten. Gleichzeitig bliebe der Vorbereitungs- und Umsetzungsaufwand für die Kunstschaffenden unverändert hoch. Alternative Finanzierungsmöglichkeiten ließen sich aufgrund der der kurzen Zeitschiene nicht mehr realisieren. Unter diesen Bedingungen kann der organisatorische und kommunikative Rahmen, den die Besuchenden und Kunstschaffenden vom parc/ours kennen und erwarten dürfen, nicht zuverlässig gewährleistet werden.
„Viele Teilnehmenden haben – wie wir auch – bereits Zeit und Energie in die Vorbereitung investiert und sich auf das Wochenende gefreut “, richtet sich Irina Weischedel von der c/o-Künstler*innenförderung vor allem an die beteiligten Künstlerinnen und Künstler. „Wir bedauern die kurzfristige Absage, die damit verbundene Enttäuschung und den bereits entstandenen Aufwand sehr.“
Das Kulturbüro berät nun, wie der parc/ours für die Folgejahre verlässlich abgesichert werden kann und geht hierzu auch mit den Beteiligten in den Austausch.
