Irena Kulis – Landschaften zwischen Abstraktion und Naturbeobachtung
Irena Kulis zeigt großformatige Malereien im Atelierhaus E71
Wie verändert sich eine Landschaft, wenn Farben, Formen und Perspektiven immer wieder neu zusammengesetzt werden? In ihrer Ausstellung im Atelierhaus E71 zeigt die Künstlerin Irena Kulis großformatige abstrakte Malereien, die aus der intensiven Beobachtung von Natur und Landschaft entstehen.
Im Atelierhaus E71 in Mönchengladbach präsentiert die Künstlerin neue Arbeiten, in denen sie Farben und Formen der Natur aufgreift, verändert und in neue Zusammenhänge bringt. Dabei geht es Kulis nicht um das Abbild einer bestimmten Landschaft. Vielmehr dienen ihr Naturbeobachtungen als Ausgangspunkt für einen offenen malerischen Prozess, in dem sich Landschaft immer wieder neu formiert.
Die Gemälde entstehen in zahlreichen Schichten. Farben und Formen werden auf- und übereinandergesetzt, verworfen und übermalt. Während des Malens verändert Kulis immer wieder ihre Perspektive und dreht die Leinwand mitunter auf den Kopf. Bestehende Kompositionen werden dadurch aufgebrochen und neue Formen und räumliche Zusammenhänge sichtbar.
Dieser Prozess kann sich über mehrere Monate erstrecken. Mit lockerem Pinselduktus setzt die Künstlerin Flächen und Linien neben- und übereinander, bis eine neue Konstellation, eine Farbe oder ein Detail ihre Aufmerksamkeit auf sich zieht und den nächsten Arbeitsschritt bestimmt. Die Landschaft ist dabei kein feststehendes Motiv, sondern verändert sich mit jeder malerischen Entscheidung.
Durch die Vielschichtigkeit der Farben und Formen eröffnen die Arbeiten unterschiedliche Assoziationen und bleiben bewusst mehrdeutig. Zwischen abstrakten Flächen und Linien können plötzlich vertraute Motive auftauchen – ein Mensch, ein Tier oder eine landschaftliche Struktur –, um sich im nächsten Moment wieder in der Malerei aufzulösen.
Die Bilder von Irena Kulis geben keine eindeutige Lesart vor. Ihre Wirkung entsteht vielmehr im unmittelbaren Sehen. Je nach Blick, Perspektive und Abstand verbinden sich Farben, Formen und mögliche Motive immer wieder neu. Die Ausstellung lädt dazu ein, sich auf diese wechselnden Wahrnehmungen einzulassen und die Malereien auf sich wirken zu lassen.
Zur Eröffnung am 21. August um 19 Uhr sind Interessierte herzlich eingeladen. Die Frauenband Fallalei wird am Band einen musikalischen Beitrag leisten.
Irena Kulis
Landschaften zwischen Abstraktion und Naturbeobachtung
- August bis 13. September 2026
Öffnungszeiten: samstags und sonntags, 12 – 16 Uhr
Eröffnung: Freitag, 21. August 2026, ab 19 Uhr
Galerie im Atelierhaus E71
Eickener Straße 71
41061 Mönchengladbach

