MARLENE DAMMERS 2018-01-23T18:10:42+02:00

Project Description

MARLENE DAMMERS

1950
geboren in Düren

1969 – 72
Kunststudium an der PH Aachen bei J. Bandau, B. Werth, Charlotte Mataré

seit 1979
regelmäßige Ausstellungen

Auswahl neuere Ausstellungen

1999
Kunst in der Werkstatt Düren

ab 2000
jährliche Teilnahme am Atelier-parc/ours Mönchengladbach

2001
Galerie HKV Niederkrüchten

2001
Euregio-Kunstprijs Weert (Niederlande)

2001
Euregio-Kunstpreis Nettetal-Lobberich

2002
Teilnahme an der Euroga 2002 plus Skulpturenmeile in Mönchengladbach mit dem Projekt: Verfremdung von Werbeflächen durch übermalte Werbeanzeigen mit dem Bild Hahn, 2002; außerdem Live-Übermalung von Werbung an einer Litfasssäule

2002
Ausstellung Aktmalerei, VHS Mönchengladbach

2002
Teilnahme an der art-niederkrüchten 2002

2003
Villa Kobe, Halle

2003
Ausstellung concerning Mönchengladbach

2003
Galerie HKV Niederkrüchten

2004
Zeche Ewald, Herten

2005
Haus Spiess, Erkelenz

2006
Kulturbahnhof Korschenbroich

2006
Galerie Jülicher, Niederkrüchten

2007
Tag der Kunst, Schwalmtal

2007
Euregio Rhein-Maas-Nord, Mönchengladbach

2008
Kulturzentrum KOMM, Düren

2008
Kunstfrühling Stadt Korschenbroich: Performance mit Musik

2009
Haltestelle: kunst X, Aufbrüche, im Rahmen der Ensemblia der Stadt Mönchengladbach

2009
Alte Weberei, Rödingen

Marlene Dammers liebt den flüchtigen Augenblick, das Plötzliche und Unerwartete. Darauf zu reagieren verlangt ihr ein Höchstmaß an Konzentration und handwerklicher Fertigkeit zugleich ab. Auf ihren Leinwänden, Pappen und Hotztafeln hält die 1950 in Düren geborene Künstlerin Momentaufnahmen fest und bedient sich dabei einer entsprechend kraftvollen Malerei, deren Spuren in Pinselhieben, Schraffuren und Kratzern den flüchtigen Arbeitsprozess erkennen las­sen.

Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Auseinandersetzung sind menschliche Körper, Akte und Portraits, die sie meist schemenhaft in starken Konturierungen umreißt, wobei die Höhen und Tiefen der Körperland­schaft durch den spontanen und kraftvollen Farbauftrag allmählich zur energetischen Farblandschaft zusam­menwachsen. Marlene Dammers nimmt den Akt als Ausgangspunkt ihrer Malerei, um sich im nächsten Augenblick allmählich von ihm wieder zu entfernen. Auf dem Weg vom Figürlichen zum Abstrakten lässt sich der Körper nur noch erahnen. An seine Stelle treten neue abstrakte Formen, Linien und Strukturen, gestisch großzügig und souverän aufgetragene Farbflecke und -flächen, die die Bildfläche in Beschlag nehmen.

Nicht nur in der kraftvollen und kontrastreichen Farbgebung ist die Vorliebe von Marlene Dammers für Expressionisten zu spüren: Sie löst sich von der realistischen Darstellung der Außenhaut und stößt in das innere Wesen der Körper vor, um zu einer neuen abstrakten Farb- und Formensprache zu finden. Der Körper ist nicht mehr primär Haut, Muskeln und Knochen, sondern Ausdruck seelischer Befindlichkeiten.

Ihre unmittelbare Lust am Malen zeigt sich in den Werken, die als gestische Malerei auf gegenständliche Anlässe weitgehend verzichtet. Die abstrakten Bilder sind oft von Musik beeinflusst, die sie während des Arbeitens zu assoziativen, spielerischen visuellen Antworten inspiriert. Ein besonderes Erlebnis sind hier die in den letzten Jahren entwickelten Performances mit Musikern, wo die Bilder in reiner Improvisation in einem kommunikativen Prozess entstehen.

Als Gegenpol zu diesen sehr spontanen, impulsiven Ausdrucksformen hat Marlene Dammers zuletzt einige andere künstlerische Schwerpunkte gesetzt. Hierzu gehören vor allem ihre Spurensuchen, bei denen sie konkrete Spuren an besonderen Orten sucht, die sie in Form von Skizzen, aufgesammelten Fundstücken, Fotos usw. ins Atelier bringt, um sie in einem zweiten Schritt in neue Bedeutungszusammenhänge zu transformieren, indem sie sie z.B. verfremdet, malerisch oder zeichnerisch ergänzt, seriell arrangiert. Es entstehen Objekttableaus, die die individuellen Eindrücke vor Ort sichtbar und erlebbar werden lassen.

aus: “Mönchengladbach aktuell”, 3/2000

Marlene-Dammers_PortraitMarlene Dammers´

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Atelier
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