KARL-HEINZ HEMING 2018-01-23T18:09:36+02:00

Project Description

KARL-HEINZ HEMING

1948
geboren in Gladbeck.

1969 – 1975
Studium, staatliche Kunstakademie Düsseldorf (Prof. Heerich),

Arbeiten im öffentlichen Sammlungen

Würzburg, Otto-Richter-Kunsthalle
Sparkasse Nettetal
Volksbank Brüggen-Nettetal
Papst-Johannes-Haus, Krefeld
Haus Bey, (VVV) Hinsbeck
Stadt Mönchengladbach
Haus der Region, Krefeld
Museum Goch
El Gabinete del Hyde, Malaga, Spanien
Artothek Krefeld
Museum für zeitgenössische Miniatur BiH
Tuzla (Bosnien Herzegowina)

Einzelausstellungen (Auswahl)

1991
Viersen, Galerie 2a

1995
Düsseldorf, Jasim Gallery

1996
Partinico (Sizilien), Mulino ad aqua di Borgetto

1997
Krefeld, Papst-Johannes-Haus

1999
Erkelenz, Kunstverein Von der Leichtigkeit und Schwere des Holzes Lobberich, Galerie am Park

2000
Mönchengladbach, Mercedes-Benz Stabil/Labil // Mönchengladbach, Kulturamt, Bis auf Weiteres

2001
Köln, kjubh Kunstverein, geschnitten – gespannt // Kempen, Städt. Kramermuseum Themen mit Variationen (mit K.A. Janßen)

2002
Emmerich, Schlößchen Borghees Der gekrümmte Raum, (mit Marianne Reiners-Maaz)

2003
Köln, Galerie Seidel (mit H.P. Trampert)

2004
Krefeld, Kunstspektrum Gkk, neue Skulpturen

2005
Mönchengladbach, Galerie Kunstraumno.10 kleine Wand und Raumstücke

2006
Schwalmtal, St. Maria Himmelfahrt LeichtSinniges Holz

2007
Viersen, Galerie artwork

2008
Duisburg, Galerie Rheinhausen (mit Ingrid Langanke) // Krefeld, Kunstspektrum GKK, „Ein Schritt nach vorn und ein ganzes Stück zurück

Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)

1973
Kranenburg, Museum Katharinenhof Klasse Heerich

1977
Essen, Grugahalle, Landesausstellung des BBK

1987
Urft, Kloster Steinfeld Kreuzgang

1997
Duisburg, Wilhelm-Lehmbruck-Museum Ein Leben lang lernen

1999
Goch, Museum Goch, Ausstellung zum F. Langenberg Kulturpreis Nettetal, städt. Galerie, 5×5

2000
Heinsberg, Kunstverein Region Heinsberg, Bauernhof // Köln, kjubh Kunstverein, small size mixed // Moers, städt. Galerie Peschkenhaus, Bildhauer und Objektkunst // Regensburg, Neuer Kunstverein, 4K

2002
Mönchengladbach, Galerie Wunschik, Inter pares // Rheinbach, Skulpturenprojekt Spielart // Würzburg, Otto-Richter-Kunsthalle

2003
Mönchengladbach,Galerie Wunschik, In Time of war

2004
Neukrichen-Vluyn, Kulturhalle, nur fünfzig // Zenice (Bosnien), Likovna galeria grada, // Duisburg, Galerie Rheinhausen, Stiftung Wilhelm-Lehmbruck-Museum, Kredu

2005
Heinsberg, Kunstverein Region Heinsberg 20×20 // Krefeld, Cerestar, 10. Kunstausstellung

2006
Düsseldorf, Deutsche Bank Kunst im Objekt // Gelsenkirchen, städt. Museum, Kunstverein Ballkünstler, Künstlerball

2007
Krefeld, Kunstspektrum Objektiv // Leer, Zollhaus-Galerie, Kunst aus Krefeld // Essen, Forum Architektur u. Kunst Artenvielfalt

2008
Mönchengladbach, Kunstraumno.10 kleine Kunstkisten

2009
Nettersheim, Altes Kloster, Ach du lieber Himmel! // Wachtendonk, Altes Wasserwerk, Sterben heißt… // Tuzla (BiH) Biennale der Miniatur

2010
Wesel, Preußen-Museum NRW Niederrheinische Kunstmesse 2010

… so wird deutlich, dass Karl-Heinz Heming nicht von einer mathematischen Idee ausgeht, sondern sein Arbeitsmaterial in seinen Skulpturen erkundet, das Atelier ist auch Labor, in dem sich zeigt, welche mathematischen Eigenschaften dem Material innewohnen und welcher Stabilität es bedarf, nicht die mathematische, sondern die ästhetische optimale Form- wie berechenbar auch immer- als die gültige zu erkennen und umzusetzen. Die Skulpturen thematisieren in gleicher Weise sowohl das den Formen innewohnende denkerische Prinzip als auch das reine Material, wobei hier die Kombination der verschiedenen Holzelemente eine nicht unwesentliche Rolle spielt. Die meisten der hier gezeigten Arbeiten bestehen ja zumindest aus zwei Elementen, von denen das eine, das aus dem Blockholz gefertigte, als starres, das andere, aus dem Sperrholz-Blatt gefertigte, als gebogenes sich präsentiert. Die eine Form ist dabei in der Regel auf die andere angewiesen und zwar ganz realistisch; das formende und das geformte Element machen nur miteinander Sinn, das eine kann ohne das andere nicht sein. Und doch bleibt auch hier die Gesamtform in der Regel offen, auch diese Skulpturen sind als ein Angebot an den Betrachter zu verstehen. Das reversible Stecksystem, das als Bauprinzip angesehen werden kann, lässt auch hier ein gedankliches Spiel aufkommen, insbesondere die Elemente aus dünner Spanplatte treten mit dem Betrachter in einen Dialog und fordern zumindest seine Vorstellungskraft heraus.

Unvermittelt ist bei der Materialisierung des Funktionsgraphen, der reinen Idee, die sich zuerst in der Linie konkretisiert, eine Dreidimensionalität entstanden, die Zeichnung ist zur Raumzeichnung geworden, die notwendig ein drittes einbezieht, das Licht. Das Spiel von Licht und Schatten, fast wie in den Architekturen von Frank O. Gehry, in dem die Dreidimensionalität wieder ins zweidimensionale Schattenbild und damit ins materielle Unergreifbahre zurückgeführt wird, dieses Schattenspiel in den Holzskulpturen ist es wohl, was Karl-Heinz Heming dazu gebracht hat, die Lichtkomponente durch ein zusätzlich eingebrachtes Material zu verstärken: Er greift (wie Ingrid Langanke mit den PVC-Böden), auf ein industriell gefertigtes Material zurück, das der dem Natur belassenen Holz einfügt: farbiges Plexiglas. In den Glaskanten bündelt sich das Licht, zeichnet klare, dem konstruktivistischen Charakter der Holzarbeiten entsprechende strenge Achsen und Linien, vermag aber auch, so scheint es, einen schweren Holzkubus wie auf Lichtstrahlen schweben zu lassen. Den Räumen innerhalb einer Skulptur verhilft das Material in einer Art Lichtmalerei zu unerwarteter Farbigkeit. In einigen Fällen erzeugt es sogar Illusionsräume, wenn der Widerschein des Lichts selbst wie eine Abgrenzung zur Außenwelt wirkt.

Ulfried Weingarten
Aus einem Einführungstext der Ausstellung „ Ingrid Langanke/ Karl-Heinz Heming“
Duisburg, Galerie Rheinhausen 2008

Karl-Heinz-Heming20093Karl-Heinz Hemming

Kapitelshof, Berverath 25
41812 Erkelenz
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