BRIGITTE ZARM 2018-01-23T18:08:54+02:00

Project Description

BRIGITTE ZARM

1950
geboren in Mönchengladbach

1970-77
Studium der Kunst und Kunstwissenschaft an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Rolf Crummenauer und W.J. Seesselberg; Studium der Philosophie an der Universität Düsseldorf; Meisterschülerin Klasse Prof. Crummenauer

Einzelausstellungen (Auswahl)

2017 
„Schattenvögel“, ein audiovisuelles Konzert mit Markus Bongartz und Kai Welf Hoyme im Auftrag der Stadt Mönchengladbach im Rahmen des „Ensemblia“ – Festivals 2017

2014
Brigitte Zarm, Markus Bongartz (Berlin), Schatten-Vögel, Eine Konstellation akustischer und visueller Ereignisse, Krypta der Münsterbasilika Mönchengladbach

2013
Objekte I – Ursprünge, Objekte II – Reiner Stahl, BIS (altes Museum), Mönchengladbach

2012
Projekt: Schatten Vögel/Vögel der Schatten

2010
Galerie Fellner von Feldegg, Krefeld mit Hans-Jörg Holubitschka und Berhard Lokai

2006
Jubiläumsausstellung Kunst und Schmuck, mit der Schmuckdesignerin Beate Druschel, Düsseldorf // Studienreise nach Arizona, New Mexico, Colorado und Utah, USA

2005
Kunst-Musik-Projekt Skizzen mit Ali Haurand (Komposition) im Außenbereich des Städtischen Atelierhauses Steinmetzstraße – im Auftrag der Stadt Mönchengladbach anlässlich des Ensemblia-Festivals 2005

2004
Kunstverein Haus 10, Kloster Fürstenfeldbruck / München // Feder-Zeichen / Zeichen-Feder, Ankauf einer fünfteiligen Installation aus Edelstahl ( Höhe: 6,50m) durch die Stadt Mönchengladbach im Rahmen der Skulpturenmeile

1999
Kunstverein Friedberg, Hessen

1998
Galerie Art Kommunikation, Köln

1997
Kunstverein Rechtsrheinisch, Köln // Die Masken von Schloss Rheydt, Ankauf einer Lampen-Edition für den Museumsshop des Städtischen Museums Schloss Rheydt // Teppich mit historischem Grundriss von Mönchengladbach, Ankauf des Städtischen Museums Schloss Rheydt

1996
Kentler International Drawing Space, Brooklyn, N.Y., USA

1993
Kunst-Musik-Projekt Die Stimmen der Wände mit Sidney Corbett (Komposition) in der Klosterkirche Neuwerk / Mönchengladbach – im Auftrag der Stadt Mönchengladbach im Rahmen des Ensemblia- Festivals 1993 // Die Stimmen der Wände, Akademie Schloss Solitude, Stuttgart // Die Stimmen der Wände, Münsterabteikirche Mönchengladbach // Galerie Ingrid Haar, Mönchengladbach

1990
Juni-Verlag, Edition und Publikation

1989
Galerie Juliane Bergerhoff, Frechen / Köln // SOHO 20 Gallery, New York, USA

1987
Kunstverein Region Heinsberg e.V., Heinsberg

1985
Galerie SK, Solingen

 

Gruppenausstellungen (Auswahl)

2017
c/o Ausstellung „Schein & Sein“, Städtisches Museum Schloss Rheydt, Mönchengladbach

2015
Ausstellung zum 30jährigen Jubiläum des Atelierhauses Steinmetzsstraße 31 zu Gast im MMIII, Mönchengladbach

2014
c/o Ausstellung „C/ONFLICT“, Städtisches Museum Schloss Rheydt, Mönchengladbach

2013
Künstlerinnen und Künstler des Hauses Steinmetzstraße 31 Mönchengladbach zu Gast in der Werner-Jaeger-Halle, Nettetal

2010
Internationale Kunst Manifestatie Geijsteren / Venray NL / Projekt Mieke and Friends, initiiert von Mieke van Uden, Geijsteren NL

2010
Dragon Gallery, Tuscon USA

2007
Blühende Landschaften – prospering landscape, in der Reihe Linie Kunst der NVV AG Mönchengladbach

2006
Zeichen der Unruhe anlässlich des Tages der Kunst 06 in Schwalmtal, Evangelische Kirche Amern

2005
Zwanzig Jahre Heinsberger Kunstverein, Heinsberg

2004
Gastkünstlerin bei den Offenen Ateliers München-Pasing

2002
Skulpturenmeile, anlässlich der Euroga 2002 plus, Mönchengladbach

2000
Tuchfühlung II, Kunsthaus Langenberg // Sehstörungen / Interventionen im öffentlichen Raum, Projekt der Stadt Mönchengladbach // Licht und Dunkel, Installation des Objektes Himmelssturz und Konzert (Caverna“, Komposition: Sidney Corbett) anlässlich der Sehstörungen, Hauptpfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt, Mönchengladbach // Nominierung für den Moerser Kunstpreis 2000, Bildhauerei und Objektkunst, Städtische Galerie Peschkenhaus, Moers

1998
In Memoriam Jochen Kreutzer, Städtisches Atelierhaus Steinmetzstraße, Mönchengladbach

1997
Tuchfühlung I, Kunsthaus Langenberg

1996
Galerie Haagweg 4, Leiden, NL

1995
Fünf Künstler-Fünf Räume, Kunst- und Museumsverein Wuppertal // Galerie Ingrid Haar, Mönchengladbach // Galerie Acte Expo und Maison de l’Art, Brüssel, B // Galerie de Boote, Genk, B // 10 Jahre Atelierhaus Steinmetzstraße, BIS-Zentrum / Altes Museum Mönchengladbach // Projekt LEBEN-LESEN, u.a. Goethe-Institut Luxemburg und Rotterdam, NL

1993
Verborgenes-Sichtbares, Museum Dunikowsky / Nationalmusuem Warschau, PL

1992
Six from Northrhein-Westphalia, Lebel Gallery Windsor, CAN // Michigan-Gallery, Detroit, USA // Kentler International Drawing Space, Brooklyn, N.Y., USA // Art Multiple, Düsseldorf // Rheinisches Musikfest, Städtisches Atelierhaus Steinmetzstraße, Mönchengladbach

1991
Kunst aus dem Automaten, Galerie van der Milwe, Aachen // Kunst in der Kiste, Kunstverein Heinsberg e.V., Heinsberg

1990
Atelierhaus Steinmetzstraße, Städtische Galerie im Park, Viersen

1988
Skripturale, Frauenmuseum Bonn

1987
Semiramis, Frauenmusuem Bonn // Ensemblia 1987, Städtische Atelierhaus Steinmetzstraße, Mönchengladbach

1980
Städtisches Museum Galerie im Zentrum, Wesel

1974
Museum Katharinenhof, Kranenburg

Brigitte Zarm verwendet Federn, nicht zum Schreiben, sondern integriert in Objekte. Aus Tauben- und Gänsefedern z.B. hat sie eine Serie von Arbeiten, “Zeichen-Feder” genannt, hergestellt.Daran arbeitet sie seit 1984. Die überlebensgroßen 2,75m hohen Holzstäbe mit scharfer Spitze – nur ein Stab ist gekrümmt – sind mit Federn, beschnitten zu kleinen Vierecken, Halbmonden, spitzen Winkeln, Stacheln oder Strahlen, geschmückt.

In ihnen entfaltet sich die Zeichenwelt einer persönlichen Mythologie. Die “Geräte” lehnen an der Wand, als wären sie vergessen worden. Sie scheinen Kunde zu geben, von einer naiven, uns fremd gewordenen Welt. Oder sind es Pfeile, die abrufbereit für Artemis, die Göttin der Jagd dastehen? Die Frauengottheit, Mondgöttin und Herrin der Tiere wird seit der Zeit der Etrusker als Kultfigur verehrt und in der Kunst dargestellt.

Etwas von der Idealität und Ästhetik ist an diesen Pfeilen hängengeblieben: Leichtigkeit, Ungebundenheit, Spiritualität, Fetischhaftes, Bizarres, Exotisches, Würde, Stolz, Furcht, Verehrung, ritualisierte Wirklichkeit, 1001-Nacht-Zauber. Das fragile Ineinander geometrischer Ornamente entwickelt eine zauberhafte Dingmagie, die ihre eigene Kulturgeschichte zu erzählen scheint, in geistiger Verwandschaft zu gewissen Indianerstämmen. Als rätselhaftes Gegenüber im Bildnerischen wirken die kultischen Gegenstände wie Evokationen, wie Ausrufezeichen, zeitlos archaische Figurationen aus fernen Mythologien eingewandert, zu kultischen Geräten geworden, in denen sich die vorstellende Phantasie in aller Freiheit ergehen kann.

Sie halten sich in einer Zwischenwelt zwischen Skulptur, Malerei und Zeichnung auf. Zart geformt, schutzlos, zitieren die herangeholten Ritualzeichen eine schicksalsschwere Fabelwelt herbei. Erinnerungen an Kämpfe, Behauptungen, Mythen, an den Dschungel werden wach. Die Feder war nicht nur dem flinken Götterboten Hermes an die Flügelschuhe geheftet, sie beflügelte auch viele Naturvölker zu kunstvollen Aussagen, und sie hat sich in der modernen Kunst niedergelassen, Horst Antes, Michael Buthe, Ursula, Georg Ettl und vor allem Rebecca Horn haben sie aufgegriffen.

Sabine Fehlemann

Zarm_PortraitBrigitte Zarm

Steinmetzstraße 31
41061 Mönchengladbach
Mobil 0157 – 56 24 86 10

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