MARTIN LERSCH 2018-01-23T18:10:21+02:00

Project Description

MARTIN LERSCH

Martin Lersch (ein Enkel des Arbeiterdichters Heinrich Lersch) studierte von 1971 bis 1973 Design an der Fachhochschule Niederrhein Krefeld und im Anschluss daran bis 1976 Illustration an der Folkwangschule Essen. Er erhielt mehrere Stipendien (zum Beispiel 1980 vom Deutsch-französischem Jugendwerk, 1986 Kreativitätsstipendium des Regionalrates Pays de la Loire und 2006 Turm-Stipendium Geldern). Lersch wohnte immer wieder für längere Zeit in Frankreich und betätigte sich neben seiner Arbeit als Zeichner, Illustrator und Maler auch in den Bereichen Bühnengestaltung, Buchproduktion und Musik-Performance (Klarinette, Gitarre, Elektronikinstrumente und Kinderspielzeug). Lersch führt seit langem Kunst- und Musikprojekte in Bibliotheken, Museen, Gefängnissen sowie mit französischen und deutschen Schulklassen durch, z.B. zusammen mit der Mezzosopranistin Gesine van der Grinten bei der Ensemblia 2007. Von 1994 bis 2007 war er Mitarbeiter an der von Erik Martin herausgegebenen Jahresschrift für Literatur und Grafik Muschelhaufen.
Der verheiratete Martin Lersch lebt und arbeitet in Goch.

Eigene Bücher, Ausstellungskataloge

Zur Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts. Kaiser-Wilhelm-Museum, Krefeld 1979
Paletten. Städtisches Museum Abteiberg, Mönchengladbach 1982
Zur Kunstgeschichte. Bauen und Fliegen. Krefelder Kunstverein 1987
in Bezug auf… Pfalzgalerie. Kaiserslautern 1989, ISBN 3-89422-000-7
La vie de Marie de Médicis d’après Rubens. Das Leben der Maria Medici nach Rubens. (Zusammen mit Helge Drafz; Text dt. und franz.) P. A. C. A., Angers 1989, ISBN 2-907334-04-2
à propos de Minna. une interpretation cynique du phénomène amoureux. Galerie de Prêt / Nouveau Théâtre d’Angers 1990
In Frechheit verliebt. ADELI. Seiches-Sur-Le-Loir 1990. ISBN 2-908-908-00-8
Wo sind die Liebespaare? Frauen und Männer, gezeichnet von Martin Lersch. Galerie Fochem, Krefeld 1991, ISBN 3-928668-13-7
Von der Schwanenburg zur Enteninsel. Städtisches Museum Haus Koekkoek, Kleve 1992
Martin Lersch. Folgenreiche Bilder. Institut für Kunstgeschichte an der RWTH Aachen, 1994, ISBN 3921955211
Le musée imaginaire de Martin Lersch. Une correspondance imaginaire entre Henri Matisse et Auguste Herbin. Musée Matisse, Le Cateau-Cambrésis 1996
Caminos. Images: Martin Lersch, Texte: Anita Lebray. Angers 1997, ISBN 2-908908-04-2
Wilhelmshaven zur Zeit. Ein Buch zur Stadtgeschichte. Galerie M. Wilhelmshaven 2000
Sur les traces de Matisse. Martin Lersch Dessine. Musée Matisse, Le Cateau-Cambrésis 2001, ISBN 2-907545-31-0
Pour sortir de la crise politique. La Flèche (Frankreich) 2005
Le Tôkaidô de Hiroshige. Editions Expressions contemporaines. 2005, ISBN 2-909166-15-5

Buchillustrationen

Heinrich Lersch: Manni. Geschichten vom Jungen – aufgeschrieben vom Vater Heinrich Lersch. Diederichs, München 1989, ISBN 3-424-00993-8
Erik Martin: Die schwierigen Jahre. Corvinus Presse, Berlin 1995, ISBN 978-3-910172-31-9
Muschelhaufen. Jahresschrift für Literatur und Grafik. Viersen 1994 – 2007, ISSN 0085-3593
Matthias Schamp: In den Berg hineinfressen. Gedichte. Corvinus Presse, Berlin, ISBN 3-910172-27-X
Literatur am Niederrhein. Nr. 29/1994 und Nr. 36/1997. Düsselberg, Krefeld
Thomas J. Hauck; Martina Moeller (Herausgeber): Die sehr schmerzliche Tragödie der Doña Inês de Castro. Focus, Gießen 1997, ISBN 3-88349-456-9
Bernhard Bleske: Du selber machst die Zeit. Sassafras, Krefeld 2002, ISBN 3-922690-83-1
Albert Vigoleis Thelen zum 100. Geburtstag. Grafikmappe zus. mit Thomas Huber und Thomas Virnich. einblatt, Viersen 2003
Peter Klusen: Der Tod kostet mehr als das Leben. Kriminalgeschichten. Edition Trèves, Trier 2004, ISBN 3-88081-538-0
Heinrich Heine zum 150. Todestag. Grafikmappe zusammen mit Felix Droese, Georg Ettl und Thomas Huber. einblatt, Viersen 2006

Buchumschläge und CD-Cover

Juni. Magazin für Kultur und Politik Nr. 2/1988. (Buchumschlag). Juni Verlag, Viersen 1988, ISSN 0931-2854
Albert Vigoleis Thelen: Der Magische Rand. Eine abtriftige Geschichte. (Buchumschlag). Juni, Mönchengladbach 1989, ISBN 3-926738-06-5
Albert Vigoleis Thelen: Poetische Märzkälbereien. Gesammelte Prosa. (Buchumschlag). Juni, Mönchengladbach 1990, ISBN 3-926738-15-4
Muschelhaufen Nr. 47/48. Jahresschrift für Literatur und Grafik. (Buchumschlag). Viersen 2007, ISSN 0085-3593
matt oder hochglanz. (CD-Cover). Dormagen 2005
Wenn der Abend naht. (CD-Cover). Wachtendonk 2006
Gustav Mahler. Sinfonie Nr. 4. (CD-Cover). Ensemble Niederrhein 2007

Arbeiten in öffentlichen Sammlungen oder Einrichtungen

Stadtbibliothek, Viersen (Wandbild)
Altenheim Maria Schutz, Krefeld (Flurgestaltung)
Hauptschule Heinrich-Lersch in Mönchengladbach-Lürrip (Treppenhausgestaltung)
Kaiser-Wilhelm-Museum, Krefeld
Städtisches Museum Abteiberg, Mönchengladbach
Musée des Beaux-Arts, Angers (F)
Stadtmuseum, Ratingen
Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern, Kaiserslautern
Siegerland-Museum, Siegen
Museum „Haus Koekkoek“, Kleve
Museum Schloss Rheydt, Mönchengladbach
Musée Tessé, Le Mans (F)
Musèe Matisse, Le Cateau-Cambrésis (F)
Museum Schloss Moyland, Bedburg-Hau

Einzelausstellungen

1982
Museum Abteiberg, Mönchengladbach

1992
Städtisches Museum Haus Koekkoek, Kleve

1996
Konrad Kramer Museum, Kempen

1996
Musée Matisse, Le Cateau-Cambrésis (Frankreich)

1998
Médiathèque, Orléans (Frankreich)

1999
Scène Nationale de Cherbourg (Frankreich)

2000
Museum Haus Rottels, Neuß

2001
Theodor Storm Literaturmuseum, Heilbad Heiligenstadt

2002
Galerie du Rire Bleu, Figeac (Frankreich)

2003
Museum Schloss Rheydt, Mönchengladbach

2004
Museum Goch, Goch

2004
Médiathèque Louis Aragon, Le Mans (Frankreich)

2005
Böll-Cottage. Illustration: Irisches Tagebuch. Achill Island (Irland)

2006
Städtische Galerie im Park Viersen

2007
Nordwolle Delmenhorst, Museum für Industriekultur

2007
Kunstinitiatief L5, Roermond (Niederlande)

2009
Siegerlandmuseum Oberes Schloss, Siegen

2010
Museum Forum Arenacum, Kleve

„Übergreifendes Merkmal der Ausstellungen von Martin Lersch ist sein gezielter Rückgriff auf den unerschöpflichen Bilderfundus der Kunstgeschichte, den er erzählerisch in seine Arbeiten einfließen lässt. Entweder nach den Originalen oder über Reproduktionen der Kunstwerke, wie sie ungezählt in Form von Postkarten, Katalogen, Kalenderblättern u.a.m. verfügbar sind, entwickelt der Künstler in Malerei, Zeichnung und gelegentlich Collage eigenständige Arbeiten, die nicht als Kopien angelegt sind. Vielmehr orientiert sich Martin Lersch an aussagekräftigen Details der Vorlagen, wie Hände, Häuser, Tiere, Heiligenfiguren, Musikinstrumente etc., die er mit geübtem Strich nachzeichnet und koloriert, um sie anschließend themenbezogen zu bündeln.“

Christian Krausch

Martin Lersch

Triftstraße 167
47574 Goch
ma.ler@gmx.net
de.wikipedia.org/wiki/Martin_Lersch